Astroblog

22.9.2006 21:29

Ruby-IXP 1.0.x

Ich hätte ja nie gedacht, dass sich für meine kleine Library Ruby-IXP gleich zwei andere Projekte interessieren. Beide arbeiten daran, die Konfiguration von WMII flexibler zu machen.

Jedoch bin ich vor zwei Wochen wieder auf Fluxbox umgestiegen. WMII reagierte mir zu langsam und ist ab und zu mal abgestürzt. Ausgerechnet ein paar Tage später bekam ich einen Bugreport zu Ruby-IXP und kurz darauf wurde es gefixt.

Nun hat Suraj N. Kurapati die Versionen 1.0.0, 1.0.1, 1.0.2 und 1.0.3 freigegeben. Von Version 0.1.0 ist das zwar ein krasser Sprung, aber er hält sich dabei an RubyGems Versioning Policies.

Und nun werden nicht nur Probleme in Ruby-IXP, sondern auch in WMII adressiert, was wieder mal lustige Diskussionen auslöst. Ich werde aber wohl doch bei Fluxbox bleiben, denn auch das Bedienkonzept mit der Maus ist ganz bequem.

Tags: Ruby (13) WMII (3) 9P (2)

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2.7.2006 23:13

Ruby-IXP

Wie bereits erwähnt, störte mich an WMII, dass man so oft wmiir aufrufen muss. Im Fall meiner wmiirc mehrere Male pro Sekunde. Moderne Hardware macht das zwar locker mit, trotzdem ist das aber reduzierbarer Overhead.

Deshalb begann ich das 9P2000-Protokoll in Ruby nachzubauen. Hilfe waren mir dabei die Sources von libixp & wmiir selbst und ein RFC von 9P2000 selbst. Und da sage nochmal einer, Open Source sei nicht wichtig weil man eh nie in die Quellen schaut.

Da 9P2000 ein Binärprotokoll ist und mir für Ruby nichts bekannt ist, was C-artige structs nachbildet, hätte der Code umständlich und lang werden können. Aber ich habe versucht zu abstrahieren.

Ich hatte dann auch schon eine kleine Homepage (jetzt da: http://home.gna.org/rubyixp/) gebaut, aber die Projektregistrierung bei Gna! hat dann doch einige Tage gebraucht. Gna! war meine Wahl, da diese Plattform uns bei XMPP4R schon gute Dienste geleistet hat. Sie bieten zum Beispiel Subversion über SSH an. Wo hat man das sonst?

Eigentlich veröffentliche ich Software völlig ohne Lizenz oder ausdrücklich unter Public Domain. Hier war mir mein Code aber dennoch soviel Wert, dass ich ihn unter GPL stellen wollte. Dabei habe ich auch noch etwas über diese Lizenz gelernt: die Leute von Gna! meinten zu meiner Projektregistrierung, daß ich bitteschön das GPL-Howto zu befolgen habe.

Das heißt insbesondere, in jeder Datei müssen ein ziemlich langer Hinweis zur GPL und eine Copyright-Notiz stehen. Ich finde das ganz schön penetrant und nervig. Blöde Juristerei.

Was ich noch gelernt habe, ist daß man in #wmii keine Diskussion über Programmiersprachen oder XML beginnen sollte. Sonst bekommt man zu lesen, dass man pervers ist und/oder erschossen gehöre.

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1.7.2006 02:47

WMII

Seit ein paar Tagen habe ich meinen Windowmanager gewechselt. Durch andere inspiriert habe ich zu WMII gewechselt. Pekwm hat mir einfach nicht mehr viel geboten und zum Teil auch nervige Bugs aufgezeigt.

WMII ist sehr unkonventionell. Fenster belegen den kompletten Bildschirm, man kann sie in Spalten aufteilen und diese Spalten dann noch in Zeilen. Für Programme die nicht in dieses Schema passen gibt es einen Floating Layer.

Die andere herausragende Eigenschaft ist, daß er sein eigenes Dateisystem, aber keine eigene Steuerung/Konfiguration besitzt. Er wird durch Skripte gesteuert, die in aus jenem Dateisystem die Events lesen und neue Einstellungen schreiben.

Ich habe natürlich gleich durch eigenclass inspiriert meine eigene wmiirc in Ruby begonnen zu schreiben.

Was mich störte, ist daß so oft wmiir aufgerufen wurde, um WMII zu steuern. Aber hier habe ich bereits Abhilfe geschaffen. Dazu später mehr, denn ich würde nicht einfach über den Wechsel meines Windowmanagers bloggen, würde daraus nicht ein Projekt entstehen. Erstmal abwarten, bis mein Projekt bei Gna! angenommen wurde.

Tags: Kreativ (12) Tagebuch (13) WMII (3)

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