Astroblog

13.3.2009 14:41

Zwei Wochen Kenya

Meine Liebste ist mit einer Zahnarzthilfsorganisation für drei Monate in Kenya. Mein Vorhaben war, sie nach zwei Monaten Abwesenheit zu besuchen und ihre Erfahrungen zu teilen. Ich möchte meine Eindrücke auch teilen, ist dies doch keine Touristenreise und als Computernerd hat man in Afrika nicht wirklich viel zu tun. Dabei haben wir viele Photos geknipst. Leider sorgt flimmernde Luft nicht immer für Schärfe und Kontrast, deshalb sind alle hier gezeigten nachbearbeitet.

Dieser Bericht besteht aus rein subjektiven Eindrücke. Das kann nicht die reale Gesamtsituation auf einem so riesigen Kontinent sein.

Mein erstes Erlebnis hatte ich auf dem Dresdner Flughafen in der Sicherheitskontrolle, wo mit sowas wie einem umgedrehten Föhn mein Handgepäck nach Flüssigkeiten untersucht wurde. In so einem Moment bekomme ich sehr schnell weiche Knie, es stellte sich jedoch heraus, dass meine Schnittchen keinen Flüssigsprengstoff enthielten.

Weiter ging es über Zürich, die Stadt mit dem angeblich höchsten Lebensstandard, welche einen echt schmucken Flughafen besitzt. Da ich ihn jedoch nicht verlassen habe, bekam ich von der Stadt leider sonst nix mit.

Nach vielen weiteren Flugstunden landete ich in Nairobi. Mein Flugplan hatte hier 12 Stunden Pause, aber ich wollte mich hier sowieso mit jemandem treffen für den ich Medizin und Nutella mitgebracht hatte. Leider herrschte gerade Verkehrschaos und so musste ich knapp drei Stunden auf ihn warten.

Meine ersten Eindrücke bestanden in der tropischen Wärme, ich habe seit Zürich keine Jacke mehr getragen. Ausserdem gabs auf dem Flughafen eine Moschee, noch bevor man durch die Visakontrolle muß. Das Visa konnte ich auf dem Flughafen kaufen, jedoch nur in US-Dollar, was ich als ersten Widerspruch empfand: die Regierung scheint ihrer eigenen Währung (100KSh ≈ 1€) nicht zu vertrauen.

Während der Wartezeit wurde ich von einer Menge netter Taxifahrer angesprochen, die mir sogar anboten zu telefonieren. Das habe ich aber jedes Mal dankend abgelehnt und weiterhin vor einer Menge Leute gewartet die Namensschilder hochhielten.

Schließlich wurde ich herzlich empfangen und wir fuhren los. Normalerweise braucht man 10 Minuten vom Flughafen zu meinem Gastgeber nach hause. Wegen dem Verkehrsstau mussten wir jedoch eine Umleitung um ganz Nairobi nehmen (es war leider schon dunkel) und wurden sogar nochmal umgeleitet, über einen Feldweg.

Hier weiter Eindrücke: Kenya war mal britische Kolonie, demzufolge sind auch die britischen Einflüsse recht hoch. Es herrscht Linksverkehr und jegliche Straßenschilder und Plakatwerbungen sind Englisch. Das spricht hier so ziemlich jeder, obwohl die Leute sich auf Kiswahili unterhalten und auch das nicht ihre Muttersprache ist. Das sind nämlich die Sprachen der Stämme. Das ist zwar bequem für mich, als Fremdsprachenmuffel, aber beispielsweise sind hier auch Schuluniformen Pflicht, was ich echt Schwachsinn finde, haben doch viele Eltern große Nöte bereits die Schulgebühren zu zahlen. Zurück zur englischen Sprache: meine filmgeschulte Aussprache bringt mir hier keine Vorteile, denn es wird Englisch mit der Aussprache von Kiswahili gesprochen und ich habe große Verständnisprobleme. Ohne Englisch könnte ich jedoch gar nicht kommunizieren.

Die ersten Straßenzüge Nairobis erinnerten mich an gewöhnliche englische Städte, aber später sind wir auch an ziemlichen Bretterbuden vorbeigefahren, welche es nicht zu knapp zu geben scheint. Im Straßenverkehr, so war mein Eindruck, hat scheinbar der schnellere Vorfahrt. Eine Menge Autos sahen ziemlich luxuriös aus.

An diesem Abend gab es leckeres Essen, wir tranken kenyanisches Bier und haben uns sehr nett unterhalten. Mein Gastgeberehepaar war von 1984 bis 2000 zum Studium in Deutschland und hat ein sehr gutes Bild davon. Zum Beispiel fanden sie es bemerkenswert, dass man alles sehr genau nachzählt und abrechnet. Er wohnte in einem Studentenwohnheim und verdiente dort als Hausmeister, wobei exakt ausgerechnet war wieviel er nach Mietabzug ausgezahlt bekommt.

Ich habe natürlich versucht seinen Eindruck ein bisschen schlecht zu machen indem ich die heimatliche Unfreundlichkeit und Nazis ansprach. Damit hatte er auch ein Erlebnis, als er mal auf einer Zugfahrt mit Skinheads im Abteil saß. Da hat er richtig “Schiß” bekommen. Aber als sie ihm freundlich auf die Schulter klopften, war er sehr verwirrt.

Als er mir dann von der politischen Situation und Korruption in Kenya erzählte, war ich doch sehr erschüttert und die aktuellen Sorgen in Deutschland schienen mir sehr klein.

Die Polizei scheint hier mafiöse Strukturen zu besitzen und jeder möchte gern im Straßenverkehr arbeiten, weil sich da richtig absahnen lässt. Bringt man seinem Vorgesetzten nicht genug Geld, wird man von da abgezogen. Er selbst hat zur Zeit Streß wegen einem Steinschlag in der Windschutzscheibe, legt es jetzt aber darauf an, sich vor Gericht zerren zu lassen, denn einmal 20000 KSh über den Rechtsweg seien immernoch besser als jedes Mal 2000 KSh über Korruption.

Die politische Konfrontation scheint hier in der Rivalität zwischen den verschiedenen Stämmen zu liegen. Bisher stellte immer ein Stamm eine komplette Regierung, welche sich dann immer nur für diesen einsetzte. Jetzt gibt es jedoch eine “Grand Coalition” und nichts geht mehr. Woran erinnert mich das bloß?

Ausserdem herrscht hier permanente Wasserknappheit. Es gibt Pläne, welches Viertel an welchen Tagen mit Wasser versorgt wird. Nach monatelanger Trockenheit lief wohl gerade an diesem Tag die Pumpe aus dem Bohrloch an. Sie meinten, ich bringe ihnen Glück.

In dieser Nacht schlief ich das erste Mal unter einem Moskitonetz, und da ich noch keinen Stich hatte, bekam ich auch keine Angst als ich ein 3-cm-Loch darin entdeckte. Glücklicherweise wurde ich auch nicht gestochen.

Am nächsten Tag wurde ich auf den Flughafen gefahren, wo auf dem Parkplatz auch schon ein Polizist an der Windschutzscheibe rumkritisierte. Für mich kam nun der dritte Abschnitt meiner Hinreise, ein 35-Minuten-Flug von Nairobi nach Kisumu. Busse benötigen für diese Strecke wohl zwischen acht und zehn Stunden. Dank Fensterplatz sah ich aus der Ferne den recht zerklüfteten Mount Kenya und konnte nun das erste Mal die Landschaft betrachten. Anders als ich mir das vorstellte, fand ich keine endlose Savanne vor, sondern das sehr hügelige Kenya. Ein großer Teil des Landes liegt wohl über 1000m ü.Nn.

Auf dem kleinen provinzialen Flughafen von Kisumu gab es dann nach sehr kurzer Wartezeit ein herzliches Wiedersehen. Hach.

Nun wurden wir für drei Stunden nach Nakuru gefahren, wo wir die erste Woche verbringen möchten. Jetzt sah ich das erste mal das Land bei Tag und aus der Nähe. Das Leben spielt sich hier auf der Straße ab und man sieht viele Fahrräder und Mopeds mit meterhoch aufgetürmter Ladung und Kleinbusse mit viel zu vielen Passagieren, Matatu genannt. Fahrradfahrer transportieren ihre Fahrgäste mit Ledersitz auf dem Gepäckträger. Dabei machen alle Fahrräder einen massiven, gußeisernen Eindruck, selbst wenn es das Gefährt eines Kindes im Grundschulalter ist. Diese Transportmittel schaffen Arbeitsplätze. Wer sich das nicht leisten kann joggt zur Arbeit.

Am schlimmsten fand ich viele brennende Müllkippen, auf denen Leute saßen, Kühe standen und Kinder spielten. Obwohl das Land fruchtbar ist und die Sonne immer scheint, gibt es wenig Landwirtschaft. Eher baut jeder Grundstücksbesitzer seinen eigenen Kram an. Ich glaube, das ist ganz und gar nicht effizient. Nur ein paar Fahrstunden weiter passierten wir viele Teefelder. Dies sei wohl die einzige Industrie die noch nicht durch Korruption zerstört sei. Viele nichtkaputte Häuser liessen erkennen, dass dies staatlich sei.

Weiterhin fuhren wir an ein paar ausgebrannten Häusern und Zeltlagern vorbei. Nach der letzten Wahlfälschung vor einem Jahr sind die Stämme hier aufeinander losgegangen. Innerhalb dieser soll es wohl ziemlich sozial zu gehen, von schneller Hilfe bei Unfällen bis zur Lynchjustiz. Auch wird hier scheinbar gern bedient und sich bedient gelassen, was mir echt unangenehm ist. Ein Zeichen von Reichtum sind geputzte Lederschuhe. Welch ein Glück dass ich mit kaputten Turnschuhen und Sandalen unterwegs bin. Wenn man unterwegs ist, ruft fast jedes Kind “Mzungu”/Weisser und winkt. Winkt man zurück, bekommt man immer “How are you?” zu hören, manchmal auch “Give me”.

Kinder gibt es hier anscheinend sehr viele, kann aber auch daran liegen, dass jeder auf der Straße ist. Mütter haben nach der Geburt wohl 4 Monate Babypause und dann sind die Kinder erstmal mit einer Haushaltshilfe allein, die Haushaltshilfe der Haushaltshilfe sozusagen — wenn man sich das leisten kann. Schulkinder machen einen extrem disziplinierten Eindruck und beantworten jegliche Frage mit “Yes”.

Was hierzulande nicht verstanden wird, ist die Tierliebe vieler Europäer. Es gibt eine Menge herumstreunender Hunde. Will man die loswerden, reicht es, so zu tun, als ob man etwas vom Boden aufhebe. Die Köter rennen dann sofort weg, denn sie sind es gewöhnt mit Steinen beworfen zu werden. Selbst eine sonst freundlich wirkende Nonne bewarf einen totkranken Hund fröhlich, eine andere Krankenschwester meinte im vorbeigehen “I hate this dog, I want to kill it.” — sind sie halt nicht anders gewöhnt, aber mir tun die Viecher leid.

Ab und zu dackelt so ein Köter futtersuchend über den Hof hier. Mir als Katzenmensch flößt das Furcht ein. Was ich aber noch viel krasser finde, sind bestimmte Nachtzeiten, zu denen alle umliegenden Hunde urplötzlich anfangen zu kläffen und heulen. Das ist, als ob gerade Wehrwolfstunde anbricht und sie jeden Moment durchs Fenster gesprungen kommen. Brr.

Um guten Eindruck zu schinden, helfen wir den Nonnen nach dem Abendessen beim Geschirr spülen. Dabei haben sie eine eigentümliche Methode: zuerst wird in einem Bottich warmen Wasser abgeschrubbt. Als Spülmittel wird etwas verwendet, das an Waschpulver erinnert. Danach geht es zur Desinfektion durch zwei Bottiche gekochtes Wasser. Um dort das Geschirr rauszuholen ist ein abgestumpftes Temperaturempfinden von äusserstem Vorteil.

Waschpulver und Handseife seien wohl sehr üblich fürs Geschirr, dafür werden die Hände mit Spülmittel gereinigt.

Noch nie habe ich solch einen warmen März erlebt. Es ist wie täglicher Hochsommer, jedoch ist die Luftfeuchtigkeit glücklicherweise gering, es weht ab und zu ein Windchen und nachts kühlt es langsam angenehm ab. Luftfeuchtigkeit macht viel aus, laut Erzählungen aus Florida. Ansonsten steht wohl die Regenzeit bevor und hier, in Nakuru, sieht man die Nötigkeit dieser dem Land an. Es ist alles gelb und braun, soll dann aber sehr schnell in saftiges Grün umschlagen.

Was echt eklig ist, ist der omnipräsente Staub. Mit dem unvermeidlichen Schweiß vermischt, ergibt das einen klebrigen Körperbelag. Man möchte sich am liebsten mehr als ein Mal täglich duschen, was aufgrund der Wasserknappheit jedoch nicht zu verantworten wäre.

In Nakuru gab es überall fliessendes Wasser um diese Zeit. In Nyabondo allerdings funktionieren nur die Wasserhähne, aber nicht die Dusche. Stattdessen werden jeden Abend Bottiche warmes Wasser gebracht. Da ich lieber morgens dusche und mich in ein paar Tagen an kalt duschen gewöhnt habe, hatte ich gleich immer eine angenehme Abkühlung. Der Bottich wird in ein Fass gekippt, dann stellt man sich in den Bottich und übergießt sich mit einer Kanne. Das Schmutzwasser kann man dann immernoch beispielsweise für die Klospülung verwenden. Natürlich spült man nur nach großen Geschäften. Ich komme damit ganz gut klar, kann man doch dank Metall- und Fliegengitter ständig lüften.

Es strengt an einen Schritt vors Tor zu machen oder in der Klinik in Nyabondo herumzulaufen, denn alle Blicke richten sich auf mich wie auf einen Papagei am Nordpol, oder eben einen Mzungu in Schwarzafrika. Da zögert man dann doch viel zu photographieren, sonst erfüllt man das Klischee, das man ansonsten von Japanern hat.

Im Lake Nakuru National Park habe ich allerdings sehr viele Photos gemacht. Dort kostet der Eintritt für Staatsbürger und Bewohner Kenyas 360 KSh, für Fremde 4800 KSh. Dafür habe ich eine Menge Tiere gesehen, die allerdings sehr unter der Dürre leiden.

Damit mir nicht zu langweilig wird wenn die anderen herumdoktorn, biete ich natürlich Computerhilfe an. Leider taugt man als Programmierer nicht sonderlich gut als Windowsdoktor.

Meine erste Aufgabe war einen Laserdrucker zu reparieren. Da schien der Toner alle. Nachdem Schütteln keinen Effekt zeigte, habe ich ein bisschen mit einem Pinsel in der Patrone rumgeputzt. Leider ist mir dabei eine Menge Tonerstaub entrieselt und hinterher druckte es noch viel schlechter.

Positiv erstaunt war ich, als die Nutzerin mich danach fragte, ob ich denn neue Programme mitgebracht habe. Ich hatte vor meiner Reise je zwei Mal Ubuntu Desktop und Alternate gebrannt, um diese in respektive Nakuru und Nyabondo zu lassen. Sie wollte das gleich ausprobieren und installieren. Ich glaube allerdings, dass dies ohne Internet nicht besonders nachhaltig war. Klar, OpenOffice und Media Player sind bei Ubuntu inbegriffen, aber wenn sich hier jemand ein bisschen mit Computern auskennt, dann doch wohl eher mit Windows, und wenn neue Software kommt, dann doch hunderprozentig Windowsprogramme.

Als nächstes bekam ich einen Windows XP PC vorgesetzt von dem das Administrator-Passwort vergessen wurde. Mehr als raten konnte ich da auch nicht. Ich erinnerte mich an dieses l0phtcrack-Dings, welches ich leider nicht dabei hatte. Ohne Internet konnte ich da nicht weiterhelfen. Kurz vor Abreise haben wir noch einer Nonne ein paar Serien auf ihren schnieken Vista-Laptop kopiert. Leider konnte der Windows Media Player nur was mit Audio und nicht mit Video anfangen.

Hier in Nyabondo bestand meine erste Aufgabe im Anschliessen eines Videorekorders an einen Fernseher. Die größten Probleme bereiteten mir die Handhabung von Fernbedienungen und das Umschalten von NTSC aus PAL, um Farbe ins Bild zu kriegen.

Als nächstes stand das Entfernen eines Virus und Schnellermachen von Windows XP an. Ich habe erstmal die Adware des HP-Druckers und den zweiten Virenscanner deinstalliert und unnütze Dienste abgeschaltet. Der Virus nannte sich AUTORUN.INF, wurde scheinbar beim Windows-Start geladen und hat dann diese Datei und seine Executable unzugreifbar gemacht. Dank Ubuntu Live-System konnte ich den Kram problemlos löschen und der PC schien mir virenfrei. Oh mann, alle paar Jahre muss ich mich mit so einem Kram auseinandersetzen und bin jedes Mal über diese Zustände geschockt. Windows hat keine brauchbaren Systemdiagnose-Tools und glücklicherweise scheint hier diese fass-meinen-Computer-nicht-an-sonst-geht-er-kaputt-Attitüde noch nicht verbreitet zu sein.

Einer Nonne hab ich beigestanden einen E-Mail-Account zu klicken. Sie schien das erste Mal vor einem Browser zu sitzen. Hoffentlich wird sie in Zukunft nicht zu sehr von der komplexen Technik frustriert und ich erhalte mal wieder eine Mail von ihr.

Die Ausstattung im Konvent ist normal. Neben den Laptops der Nonnen treffe ich in den Büros auf PCs von HP mit Pentium 4 und Flachbildschirm. Mit der restlichen Bevölkerung habe ich aber keinen Kontakt. Die Kirche hat hier viel Geld, da spendet sogar der Ärmste in der Sonntagsmesse. Die Auswirkungen? Es gibt wenigstens medizinische Versorgung. Andererseits besteht die AIDS-Prävention der katholischen Kirche im Angebot von kostenlosen Beschneidungen, weil das das Infektionsrisiko um 60% senke. Oh. My. God.

Wie schon erwähnt wird hier aller Müll liegengelassen oder verbrannt. So begab es sich, dass irgendjemand meinte, er müsse verfallene Medikamente neben ein paar ausgedörrten Büschen vernichten. Die sind dann explodiert, oder so, ich habe danach nur eine Menge aufgeregter Leute mit Feuerlöscher und angekokeltes Geäst gesehen.

Was ist nun mein pauschaler Eindruck von Afrika?

Erstmal bewirkt man das völlige Gegenteil aus gutem Willen pauschal Geld zu spenden. Es gerät durch die Korruption sowieso in die falschen Hände, und Geld in falschen Händen machts nur schlimmer.

Ausserdem wird alles morgen gemacht und man sitzt lieber den ganzen Tag rum und wartet; ergo gibts keinen Fortschritt. Eigentlich fühle ich mich mies bei so einem generellen Urteil. Gäbe es aber Fortschritt, so würden Korruption und Umweltsituation bekämpft, was mir abgesehen von gut gemeinten Plakaten aber nicht auffiel.

Ich könnte mir schon vorstellen, noch einmal eine längere Zeit in wohlbehüteter Gesellschaft in Afrika zu verbringen. Momentan freue ich mich aber auf lange, warme Duschen, Klospülungen ohne schlechtes Gewissen, schnelles Internet und Filterkaffee.

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1 Kommentar

13.8.2008 00:02

Sightseeing at Night

I wanted to go for a photo tour last week. But as always, one shot and »Battery is too low to take pictures«

So I charged it and took a few pictures already. Then I got on my bicycle yesterday and during six hours I crossed Jardin du Luxembourg, Place du Panthéon, Ile de la Cité with Notre Dame, Paris Plages and Musée du Louvre, where my vehicle had been almost stolen while I was taking photographs five meters away. Cité très dangereuse.

It is very entertaining to see that a lot of other tourists are unable to turn off their Flash when taking photographs of buildings at night.

I then continued along Musée d'Orsay, Pont de la Concorde, Les Invalides and got lost on my way to Tour Eiffel. But finally I found it and watched the mounted flashing lights again.

That should explain where most of these pictures were taken.

By the way, I've found a very nice flatshare until mid of September. Know of anything nice I can move into afterwards? Let me know!

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31.7.2008 22:09

Sightseeing...

As requested by others, some pictues:

My search for a flatshare hasn't been successful so far. To be precise, very unsuccessful so far. The first site I knew of (colocation.fr) charges you revealing contact details. This works by text messages. But not by a single one, this one just tells you to send another. Then you receive a code which... doesn't work!

The second site (appartager.com) has:

Well, my internship starts in about 2 weeks. So I'm not short in time.

My other experiences consist of travelling to Vitry-sur-Seine by bicycle. I didn't believe it is that far. Unfortunately the weather is very hot. Will not do that again.

If you ever intend to travel by Metro, forget your bike. It is allowed, but simply not doable. You've got to lift it over the ticket-eating entrances. They really do eat tickets. They re-disappear after a couple of seconds, which you may need for lifting your bicycle up and down. The train staff wasn't very helpful either. The only one who spoke English was a little boy who was engaged to talk to passengers due to a rerouting.

But at all, people seem to be much more relaxed and prices are, expectedly, much higher than in Eastern Germany.

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